Abschließende Worte – Interview mit dem stellvertretenden Schulleiter Herrn Kessler

01.02.18 19:00

 

Nach den zahlreichen Jahren, die Herr Kessler als wertgeschätzter Lehrer und stellvertretender Schulleiter schon an unserer Schule verbracht hat, wird er nun in Pension gehen. Aufgrund dieses besonderen Anlasses haben wir ihn um ein paar abschließende Worte über sein Lehrerdasein gebeten, und folgend ein kurzes Interview durchgeführt.

 

 

So lange, wie Sie schon an der Schule arbeiten, haben Sie sicherlich schon viele Veränderungen mitbekommen. Welche davon waren für Sie und das Schulleben denn besonders prägend?

 

Eine große Veränderung bestand z. B. aus der Zusammenlegung von unserer Schule und der Landesschule zur Pforte, der ja ein Internat angegliedert war. Das war gar nicht so einfach damals. Schüler des EGM wurden in den Räumen der Landesschule unterrichtet und Schüler der Landesschule hier auf dem Bamberg. Die Lehrer mussten am Vormittag zwischen den beiden Gebäuden hin- und herpendeln. Natürlich gab es auch ein wenig Konkurrenz zwischen den beiden Standorten. Aber all diese Probleme liegen zum Glück mittlerweile hinter uns!

 

Außerdem war die Einführung von G8 ebenfalls ein großer Schritt in die Richtung des gegenwärtigen Gymnasiums. Allerdings sieht es im Moment wohl so aus, dass G8 für die meisten Gymnasien bald der Vergangenheit angehören wird, wodurch in der Schule auch wieder viel verändert werden muss.

 

Ansonsten gab es auch andauernd kleine Veränderungen – der Alltag eines Lehrers ist allgemein sehr abwechslungsreich!

 

 

Sie haben ja wirklich schon einiges an unserer Schule miterlebt! Was hat Sie denn besonders an diesem Lehrerberuf interessiert?

 

An erster Stelle steht selbstverständlich die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern!. Wenn ich beispielsweise einen Schüler außerhalb meines Unterrichts in der Theater-AG oder im Chor erlebe, bin ich oft erstaunt darüber, welche Talente und Möglichkeiten in jedem Einzelnen stecken. Die Begabungen, die jeder mitbringt, zu erkennen und zu fördern finde ich besonders wichtig. Damit trägt die Schule, und somit auch wir Lehrer, viel zur Persönlichkeitsbildung der Kinder und Jugendlichen bei.

 

Das klingt sehr verständlich. Nun, da Sie die Schule verlassen werden.. was werden Sie hier am meisten vermissen?

 

Auf jeden Fall werden mir die täglichen Begegnungen mit vielen interessanten Menschen fehlen. Es war schön, hier so viel Kontakt mit anderen zu haben, mein Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben und mich in Gesprächen mit anderen auszutauschen. Das alles geht zwar nicht komplett verloren, aber in der Schule ist es doch etwas Einzigartiges gewesen.

 

Oh ja, das glaube ich Ihnen. Wie gedenken Sie denn, diese kommende „Lücke“ zu füllen und ihre wohlverdiente Pension zu gestalten?

 

Also erstmal werden ich in die Nähe unserer Kinder und Enkel ziehen, die etwas weiter weg wohnen. Dort werden wir sicher auch neue interessante Menschen kennenlernen und viel Zeit haben um Dinge zu machen, die man mag. Den Rest lasse ich auf mich zukommen.

 

Wie schön. Das war auch schon die letzte Frage. Vielen Dank für das Interview!

 

Wir wünschen Herrn Kessler natürlich alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg und danken ihm für seine zahlreichen Dienste, welche er der Schule erbracht hat. Auch der kommenden stellvertretenden Schulleiterin Frau Haarbach wünschen wir alles Gute!

 

Interview: Melissa Kuhnke und Leon Bromand, Q1

Fotos: Frau Brocksieper

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