Das Treffen zweier Kulturen- Besuch aus Kolumbien

19.10.17 18:57

 

Schon seit längerem steht eine neue Schulpartnerschaft an unserer Schule im Aufbau. Im Juli 2016 reiste Frau Keiber mit drei Schülern erstmals nach Kolumbien, um dort eine mögliche Partnerschule zu besuchen. 

 

Nun findet der Gegenbesuch der Kolumbianer statt, welche in einem Zeitraum von 9 Tagen Deutschland kennenlernen. Maria Eugenia Viana, die Direktorin der spanischen Schule und ihr Stellvertreter Jeyson Espejo, untergebracht bei Frau Keiber und Herrn Schillmöller, sind mit ebenfalls drei Schülern hier. Mit einem bunten Programm, welches vom Unterricht und Stadt angucken bis zum Rudern auf der Listertalsperre reicht, soll den Kolumbianern Deutschland näher gebracht und ihnen interessante Einblicke in unser Leben geboten werden. Außerdem besichtigten die Spanier die Firma Busch und Müller, die Schanze und einen Bauernhof in der Umgebung. 

 

Am Wochenende hingegen verbrachten die drei Schüler Mariana Moreno, Esteban Marino und Luna Torres Zeit in den Familien der deutschen Partner und bekamen hautnah etwas von deren Alltag mit. Ein Highlight für die spanischen Austauschschüler war die Köln-Besichtigung, ebenfalls am Wochenende. Dort besuchten sie gemeinsam den Kölner Dom, die NS-Gedenkstätte und auch den Radiosender WDR, und erlebten so sehr viele Eindrücke einer deutschen Großstadt. Selbst wenn die Verständigung zwischen deutschen und spanischen Schülern nicht immer problemlos vonstatten ging, gab es für beide Seiten eine bereichernde und schöne Zeit.

 

Dieses Treffen von zwei Kulturen, Essen, Sprache usw. macht „den Reichtum der Begegnung aus“, welcher nicht nur das Sprachwissen, sondern auch das „eigene Menschsein weiterbringt“, so die kolumbianische Direktorin. Durch die gemeinsame Zeit kann man Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdecken, und über diese Unterschiede hinwegsehen, da die Gemeinsamkeiten überwiegen. 

 

Zuletzt wurde Esteban noch gefragt, was ihm Besonderes in Deutschland aufgefallen wäre. Er meinte, dass die Personen sehr unterschiedlich seien und er die Deutschen als eher zurückhaltend ansieht, im Gegensatz zu den Spaniern. Des Weiteren wäre ihm aufgefallen, dass die Autos bei einer roten Ampel immer anhalten, egal ob ein anderes Auto kommt oder nicht. Wir Deutschen seien „sehr auf Korrektheit und Rechtsbewusstsein bedacht“. Anscheinend sehen die Kolumbianer das bei sich etwas lockerer. 

 

Es war ein sehr interessantes Aufeinandertreffen und alle sehen der Zukunft zuversichtlich entgegen. Nächstes und übernächstes Jahr stehen schon in der Planung, und einer langfristigen Partnerschaft steht von beiden Seiten aus vorraussichtlich nichts im Wege.

 

Text: Melissa Kuhnke

Foto: Paul Handke

Zurück