Kunst – Exkursion der beiden Stufen Q1 nach Köln

19.11.17 17:27

Kunst – Exkursion der beiden Stufen Q1 nach Köln

Heute waren wir - Rena Sondermann, Udo Leja und Monika Brocksieper – mit zwei Kunst-Kursen Q1 im Kölner Ludwig-Museum und im Kölner Dom.

 

 

Im Ludwig-Museum konnten die SuS erste Erfahrungen mit dem Maler,Grafiker und Bildhauer Pablo Picasso (1881-1973) sammeln.

Eine seiner vielfältigen Ausdrucksformen ist die kubistische Gestaltung, bei der er sich u.a. an Paul Cezanne orientiert hat. Picasso hatte Cezannes Werke mit großem Interesse studiert und die Formel der Reduktion auf Kugel, Kegel und Zylinder für sich entdeckt.

 

 

Aus einer flächigen Gestaltung heraus entwickelte sich der „Analytische“ und „Synthetische“ Kubismus. Picasso und Braque erfanden in diesem Zusammenspiel die Collagetechnik, das „papier collé.

 

 

Ausgangspunkte des „Analytischen Kubismus“ bildeten die Abkehr von einem fixen Betrachterstandpunkt und damit einhergehend das Prinzip der Simultaneität. Unterschiedliche Ansichten des abzubildenden Gegenstandes wurden zeitgleich dargestellt, wobei die Einzelformen in Facetten gegliedert und in rhythmisierte Beziehungen gesetzt wurden. Der Name „Synthetischer Kubismus“ leitet sich davon ab, dass bei der Collage vielfältige Materialien, wie z.B. Tapete, Zeitung, Papier, Pappe und andere flächige Gegenstände aus dem Alltag als Bildgegenstände benutzt werden und so eine „Synthese“ bilden.

 

Danach besuchten wir den Kölner Dom, in dem u.a. das 113 - Quadratmeter große Südfenster des Doms, das „Gerhard – Richter – Fenster“ zu bestaunen ist.

Richter entschied sich bei seiner Ausführung des Domfensters nicht für eine figürliche Gestaltung, sondern für eine abstrakte, autonome Bildkonstruktion mit 11.500 Farbquadraten, die eine mosaikartige Struktur ergeben.

Er benutzte 72 verschiedene Farbtöne, die die Farben der mittelalterlichen Fenster wieder aufnimmt und sich so harmonisch in das Gesamtbild des Farbkontextes einfügt.

Jede einzelne Glasscheibe ist mundgeblasen und flachgewalzt und mit speziellem Silikon-Gel aufgeklebt und eingesetzt. Bleiruten wurden durch schwarzes Silikon ersetzt, das aus der Ferne nicht sichtbar ist.

Die Verteilung der einzelnen Farbtöne der Glasscheiben ist nach einem Zufallsprinzip gestaltet. Spiegelungen bestimmter Partien wurden dabei bewusst erzeugt, um ästhetisch Ruhe und Ausgewogenheit zu erzeugen.

 

 

 

Nach diesen vielfältigen Eindrücken, die die SuS im Museum und im Dom machen konnten, hatten sie die Gelegenheit, sich in der Innenstadt aufzuhalten.

 

 

Die SuS der beiden Q1-Kurse waren TOP-zuverlässig, sodass wir am späteren Nachmittag pünktlich wieder mit dem Zug nach Hause fahren konnten.

 

Mein Dank gilt auch Frau Sondermann, die nicht dem Fachbereich Kunst angehört und dennoch als Begleitperson mitgefahren ist und Herrn Leja, der sich schon im Ruhestand befindet und ebenso als Begleitperson fungiert hat.

 

So macht Kunst richtig Spaß.

 

Text: M. Brocksieper

Fotos: M. Brocksieper

Weiter zur Fotogalerie...

 

Zurück